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5 Gründe, warum Sie Ihre PT/INR-Werte zu Hause messen sollten

5 Gründe für das Messen zu Hause

 

1. Die Möglichkeit, Messungen jederzeit und überall durchzuführen, kann Ihnen mehr Freiheit und Zeit schenken.

 

Wenn Sie einen Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin einnehmen und Ihre PT/INR-Werte selbst messen, können Sie diese Messung jederzeit durchführen. Sie brauchen keine zeitraubenden Termine für Blutentnahmen mehr zu vereinbaren, sondern haben Zeit für andere Dinge.

 

2. Sie können sich mehr in Ihre Behandlung einbringen und erhalten die Sicherheit und das Selbstvertrauen, die Kontrolle über Ihre Warfarin-Therapie zu behalten.

 

Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihre Werte im therapeutischen Bereich liegen, können Sie Ihre PT/INR-Werte selbst messen und wissen dadurch sofort Bescheid.

 

3. Selbstmonitoring kann es leichter machen, Ihre Warfarin-Therapie an Sie PERSÖNLICH anzupassen und damit unter Umständen das Risiko von Komplikationen wie Gerinnsel oder Blutungen senken.

 

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Patienten, die ihre PT/INR-Werte selbst messen, länger im therapeutischen Bereich bleiben als jene, denen Blut entnommen und ins Labor geschickt wird. Länger im therapeutischen Bereich zu bleiben kann bedeuten, dass die Gefahr eines Schlaganfalls oder damit im Zusammenhang stehender Komplikationen geringer ist.1-3

 

4. Sie haben selbst die Kontrolle über die Messung Ihrer PT/INR-Werte und sind stärker in Ihre Behandlung involviert.

 

Patienten, die ihre PT/INR-Werte regelmässig selber messen, haben in der Regel eine bessere Kontrolle über ihre Antikoagulationsmedikamente als im Falle einer Bestimmung in einem Spital oder einem Labor.1-3

 

5. Die meisten Patienten können das Selbstmonitoring zu Hause lernen.

 

Studien haben gezeigt, dass etwa drei Viertel der geeigneten Patienten lernen können, wie sie ihre PT/INR-Werte zu Hause selbst richtig messen.4,5

  1. Sharma, P., Scotland, G., Cruickshank, M., Tassie, E., Fraser, C., Burton, C. et al. (2015). The clinical effectiveness and cost-effectiveness of point-of-care tests (CoaguChek system, INRatio2 PT/INR monitor and ProTime Microcoagulation system) for the self-monitoring of the coagulation status of people receiving long-term vitamin K antagonist therapy, compared with standard UK practice: systematic review and economic evaluation. Health Technol Assess 19, 1–172.
  2. Bloomfield, H. E., Krause, A., Greer, N., Taylor, B. C., MacDonald, R., Rutks, I. et al. (2011). Meta-analysis: effect of patient self-testing and self-management of long-term anticoagulation on major clinical outcomes. Ann Intern Med 154, 472–482.
  3. Heneghan, C. J., Garcia-Alamino, J. M., Spencer, E. A., Ward, A. M., Perera, R., Bankhead, C. et al. (2016). Self-monitoring and self-management of oral anticoagulation. Cochrane Database Syst Rev 7, CD003839.
  4. Connock, M., Stevens, C., Fry-Smith, A., Jowett, S., Fitzmaurice, D., Moore, D. et al. (2007). Clinical effectiveness and cost-effectiveness of different models of managing long-term oral anticoagulation therapy: a systematic review and economic modelling. Health Technol Assess 11, iii–iv, ix–66.
  5. Dolor, R. J., Ruybalid, R. L., Uyeda, L., Edson, R. G., Phibbs, C., Vertrees, J. E. et al. (2010). An evaluation of patient self-testing competency of prothrombin time for managing anticoagulation: pre-randomization results of VA Cooperative Study #481–The Home INR Study (THINRS). J Thromb Thrombolysis 30, 263–275.