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Coagulation self-management

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Gain back your freedom with CoaguChek®.

We are here to help you learn more.

CoaguChek INRange

CoaguChek® INRange

More control. More time in therapeutic range.

Roche's latest, connected self-testing meter that gives you the freedom to test your INR at home, on the go, or wherever you happen to be.

Further information

 

Learn more about factors that can influence blood coagulation and the actions you can take to better control your health and lifestyle. 

CoaguChek

 

Support / Resources

 

To download further support for your CoaguChek device, including firmware updates, please click below.

Selbstmonitoring im Überblick

Selbstmonitoring im Überblick

Welche Diagnosen können einer Antikoagulantien-Therapie vorliegen?

 

Die Einnahme von Gerinnungshemmern kann Ihnen der Arzt u. a. bei folgenden Indikationen dauerhaft verordnen:

Vorhofflimmern - Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Vorhofflimmern ist eine Herzrhythmusstörung, die zur Folge hat, dass die Vorhöfe nicht synchron mit der Herzkammer schlagen. Die Symptome des Vorhofflimmerns reichen von unregelmässigem Herzschlag über Schwindel, Müdigkeit bis hin zu Atemnot oder Brustschmerzen. Oftmals verläuft es aber auch unbemerkt.
Meist lässt sich Vorhofflimmern mit Medikamenten in den Griff bekommen. Häufig wird auch eine Katheterablation vorgenommen, bei der mit Strom gezielt Punkte im Herzgewebe verödet werden. Damit wird die Weiterleitung bestimmter elektronischer Impulse unterbrochen, die für die Rhythmusstörung verantwortlich sind. Wenn durch diese Massnahmen aber keine stabile Normalisierung des Herzschlags erreicht wird, benötigen die Betroffenen eine gerinnungshemmende Therapie. Damit soll verhindert werden, dass sich durch den verlangsamten Blutfluss Gerinnsel (Thromben) im Herzen bilden. Denn wenn diese sich lösen, können sie beispielsweise im Gehirn ein Gefäss verstopfen und einen Schlaganfall verursachen.

Thromboseneigung - Wenn Gerinnsel zur Gefahr werden

Eine Thrombose ist der Verschluss eines Blutgefässes durch ein Gerinnsel. Von einer Thromboseneigung (Thrombophilie) spricht man bei vermehrter bzw. wiederholter Thrombosebildung. Dieses Phänomen kann angeboren oder erworben sein.
Die Gefährlichkeit einer Thrombose hängt stark davon ab, in welchem Blutgefäss sie sich befindet. Riskant sind vor allem tiefe Bein- und Beckenvenen-Thrombosen, weil sie zum einen von den Betroffenen oft lange Zeit unbemerkt bleiben und zum anderen zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen können.
Damit sich die Gerinnsel auflösen, bevor sie in die Blutbahn wandern, benötigen die Betroffenen eine gerinnungshemmende Therapie. Häufig werden diese Medikamente langfristig verordnet, um eine erneute Thrombosebildung zu verhindern.

Mechanische Herzklappe - Herzklappenersatz aus Kunststoff oder Metall

Ein Herzklappenersatz kann sowohl bei einem angeborenen als auch bei einem erworbenen Herzfehler (z.B. Herzklappenverkalkung) erforderlich sein. Es gibt zwei Arten von Herzklappenprothesen: biologische Klappen, die aus Schweine- oder Rinderherzen gewonnen werden und mechanische Herzklappen – auch künstliche Herzklappen genannt. Letztere sind aus Kunststoff oder Metall und erfordern eine lebenslange Blutverdünnung mit einem Gerinnungshemmer aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten. Denn durch die fremden Materialien im Körper ist der Blutstrom verändert, so dass das Risiko eines Gerinnsels – und in der Folge eines Schlaganfalls – bei Menschen mit mechanischer Herzklappe um ein Vielfaches erhöht ist.

Was heisst Gerinnungs-Selbstmanagement?

Für Ihre Gesundheit ist es notwendig, Gerinnungshemmer (wie zum Beispiel Sintrom® oder Marcumar®) einzunehmen und Ihre Gerinnungswerte regelmässig zu kontrollieren.

Messung der Gerinnungswerte durch den Arzt

In der Regel führt der Arzt durchschnittlich alle vier bis sechs Wochen eine Kontrolle der Gerinnung durch. Das heisst, Sie gehen in die Arztpraxis. Dort nimmt man Ihnen Blut aus der Vene ab und bestimmt den INR Wert im Praxislabor. Diese Behandlung gehört nun zu Ihrem Leben, muss aber nicht Ihr Leben bestimmen.

Gerinnungs-Selbstmanagement

Im Unterschied zu vielen anderen Erkrankungen haben Sie bei Ihrer Diagnose die Möglichkeit, Ihre Gerinnungswerte selbst zu kontrollieren. In der Regel führen Sie beim Gerinnungs-Selbstmanagement mit dem CoaguChek® INRange Gerinnungs-Monitor nach einer Schulung selbst eine wöchentliche Kontrolle durch. Bei Veränderungen des Lebensstils oder einer Erkrankung ist eine noch häufigere Kontrolle ratsam. Das Gerinnungs-Selbstmanagement hilft Ihnen, Abweichungen Ihrer Werte von dem von Ihrem Arzt vorgegebenen individuellen therapeutischen Bereich rasch zu erkennen. Falls nötig können Sie direkt auf diese Veränderungen reagieren und die Dosis Ihres Gerinnungshemmers der neuen Situation anpassen. Wie Studien gezeigt haben, können Sie dadurch das Risiko für Komplikationen senken und somit Ihre Sicherheit und Lebensqualität erhöhen. Auch wenn Sie Ihre Gerinnungswerte selbst messen und die Medikamentendosis anpassen, bleibt Ihr Arzt selbstverständlich Ihr Partner. Er prüft mit Ihnen zusammen in regelmässigen Abständen die ermittelten Werte, beurteilt die Ergebnisse und berät Sie.

Welche Vorteile bringt das Gerinnungs-Selbstmanagement?

 

Höhere Therapiequalität

Die regelmässige Selbstkontrolle der Gerinnungswerte ermöglicht ein frühzeitiges Erkennen von Veränderungen der Werte. Im Bedarfsfall können Sie die Dosis Ihres Gerinnungshemmers direkt anpassen.

 

Besseres Therapieverständnis

Dadurch, dass Sie eine umfassende Schulung zur Blutgerinnung erhalten und sich regelmässig selbst mit Ihren INR-Werten beschäftigen, bekommen Sie ein besseres Verständnis Ihrer Therapie.

 

Besserer Therapieüberblick

Sie können Ihre INR-Werte im Verlauf auf dem CoaguChek INRange oder durch eine Verbindung mit dem USB-Kabel auf dem Computer ansehen.  Dabei sehen Sie zum Beispiel ihre INR-Werte im Vergleich zum zuvor eingestellten persönlichen INR-Zielbereich.

 

Mehr Sicherheit

Durch die zeitnahe Anpassung Ihrer Werte bei Schwankungen besteht die Möglichkeit, Komplikationen zu vermeiden.

 

Höhere Lebensqualität

Die regelmässige Selbstkontrolle hilft Ihnen, die Vorgänge in Ihrem Körper besser zu verstehen und einzuschätzen. Dadurch können Sie unnötige Belastungen und Einschränkungen im Alltag verhindern. Die wieder gewonnene Unabhängigkeit und Sicherheit bei Ihren Entscheidungen ermöglicht Ihnen ein angenehmeres Leben.

 

Mehr Flexibilität bzw. Unabhängigkeit 

Ob zu Hause oder unterwegs – mit dem  CoaguChek INRange haben Sie Ihre Gerinnungswerte jederzeit im Blick. Gerade berufstätigen Patienten schenkt das Gerinnungs-Selbstmanagement mehr Flexibilität bei der Überwachung ihrer Werte.

 

Mehr Selbstständigkeit

Durch die Schulung und das Gerinnungs-Selbstmanagement passen Sie Ihren Gerinnungshemmer, sofern nötig, selbstständig an und optimieren damit Ihre Behandlung.

Vier Schritte zum Gerinnungs-Selbstmanagement

 

1.     Sprechen Sie Ihren Arzt an!
Wenn Sie am Gerinnungs-Selbstmanagement interessiert sind, sollten Sie als erstes Ihren Arzt ansprechen. Er informiert Sie über alle medizinischen Fragen und kann Sie dann an eine in Ihrer Nähe gelegene Schulungseinrichtung verweisen.

2.     Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Das Gerinnungs-Selbstmanagement wird von den Krankenkassen vergütet. Damit Sie von dieser Vergütung profitieren können, sollte Ihr Hausarzt vor der Anmeldung zum Kurs bei Ihrer Krankenkasse eine Kostengutsprache einholen. Konkret geht es darum, die Krankenkasse schriftlich zu informieren, dass Sie künftig Ihre Blutverdünnung selber managen und dazu den CoaguChek® INRange Gerinnungs-Monitor benötigen.

3.     Anmeldung
Melden Sie sich zusammen mit Ihrem Arzt beim Schulungszenter in Ihrer Nähe an.

4.     Schulung zum Gerinnungs-Selbstmanagement
In der Schulungseinrichtung erlernen Sie praktisches und theoretisches Wissen zum Thema Blutgerinnung und -stillung, INR-/ Quick-Wert, individueller therapeutischer Bereich, gerinnungshemmende Therapie und Gerinnungs-Selbstmanagement. Ausserdem üben Sie den Umgang mit dem CoaguChek® INRange Gerinnungs-Monitor, die selbstständige Messung Ihrer Werte, und die daraufhin gegebenenfalls erforderliche Dosisanpassung des Gerinnungshemmers. Die Schulung wird von einer Schulungsärztin oder einem Schulungsarzt geleitet. Sie findet in Kleingruppen statt und dauert etwa sechs bis acht Stunden. Nach einer mehrwöchigen Übergangsperiode Zuhause erfolgt nochmals eine Repetition und Kontrolle des Gelernten.  

Schulungszentren

 

In diesen Schulungszentren werden Sie als Patient im Umgang und Gebrauch des  CoaguChek INRange ausgebildet. Für Anmeldungen und weitere Fragen in Zusammenhang mit der Schulung, melden Sie sich bitte direkt bei untenstehenden Schulungszentren:

Luzern, Bern, Olten, Basel, Zürich

 

Stiftung für Patienten mit Blutverdünnung (Coagulation Care)

Sekretariat
Spitalstrasse
6000 Luzern 16
Tel. 041 205 51 47 

www.coagulationcare.ch
Anmeldeformular (PDF)

Ostschweiz

Kantonsspital St. Gallen

Klinik für Kardiologie
Prof. Dr. med. H. Rickli
Rorschacherstrasse 95
9007 St. Gallen

kardiologie@kssg.ch
Tel. 071 494 10 51

Westschweiz

Genf

Consultation d’enseignement à l’auto-mesure de l’INR capillaire

Service de Cardiologie et Unité d’Hémostase
Hôpitaux Universitaires de Genève
Rue Gabrielle-Perret-Gentil 4
1211 Genève 14
 
Anmeldung bei:
Madame Karin Zellweger, Service de Cardiologie
Tel : 022 372 72 14
Fax : 022 372 72 29
Mail : karin.zellweger@hcuge.ch

Lausanne

Centre de formation pour l'autogestion de l'anticoagulation de Lausanne

Prof. Lucia Mazzolai
CHUV Service d'angiologie
Chemin de Mont-Paisible 18
1011 Lausanne

Telefonische Anmeldung:

Tel 021 314 20 91
Fax 021 314 07 61

Tessin

Servizio di Ematologia – IOSI Ospedale Regionale di Bellinzona e Valli

Dr. Bernhard Gerber
6500 Bellinzona
Tel. 091 811 86 65
ematologia.ticino@eoc.ch

 

Für Kinder

Kinderspital Zürich - Elenorenstiftung

Steinwiesstrasse 75
8032 Zürich
haematologie.sekretariat@kispi.uzh.ch
Tel 044 266 73 07

 

Über die Schulung

 

Patienten, die gerinnungshemmende Medikamente (wie zum Beispiel Sintrom® oder Marcumar®) einnehmen, können ihren INR-/Quickwert mit dem CoaguChek® INRange Gerinnungs-Monitor jederzeit und an jedem Ort selbst überwachen.

Voraussetzung für die erfolgreiche Gerinnungs-Selbstkontrolle ist eine persönliche Schulung, bei der Sie nicht nur üben, wie Sie mit dem CoaguChek® INRange Gerinnungs-Monitor am besten Ihren Gerinnungswert bestimmen, sondern auch wichtige Informationen rund um die Behandlung mit Gerinnungshemmern erhalten. Ein ganz wesentlicher Inhalt der Schulung ist der Umgang mit den von Ihnen gemessenen Werten, also die Anpassung der Dosis des Gerinnungshemmers.

Die Schulung wird von einer Schulungsärztin oder einem Schulungsarzt geleitet. Sie findet in Kleingruppen statt und dauert etwa sechs bis acht Stunden. Nach einer mehrwöchigen Übungsperiode Zuhause erfolgt nochmals eine Repetition und Kontrolle des Gelernten.

Patientenorganisationen

Cuore Matto

 

Die Schweizerische Herzstiftung fördert die Forschung im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzkranken, Hirnschlagbetroffenen und ihren Angehörigen steht Cuore Matto mit Rat und Tat zur Seite.

zur Cuore Matto Website

 

Stiftungen

Coagulation Care

 

Die Schweizerische Stiftung für Patienten mit Blutverdünnung Coagulation Care fördert die patientenselbstkontrollierte orale Antikoagulation, organisiert und finanziert Schulungen, führt Schulungs-Nachkontrollen und -betreuung von antikoagulierten Patienten durch, unterstützt Forschungsprojekte und arbeitet mit ähnlichen Organisationen im Ausland zusammen.

zur Coagulation Care Website

 

ISMAAP

 

The target of the International Self-Monitoring Association of oral Anticoagulated Patients (ISMAAP) is to offer patients a better understanding what coagulation means.

zur ISMAAP Website (Englisch)

 

Schweizerische Herzstiftung

 

Die Schweizerische Herzstiftung fördert die Forschung im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Herzkranken, Hirnschlagbetroffenen und ihren Angehörigen steht sie mit Rat und Tat zur Seite.

zur Schweizerische Herzstiftung Website

 

Die Ausweise für die orale Antikoagulation können bei der Schweizerischen Herzstiftung bezogen werden.

Antikoagulationsausweise der Schweizerischen Herzstiftung

 

INRSwiss

 

Zweck der Vereinigung ist die Förderung des Kontaktes unter den Patientinnen und Patienten mit Gerinnungs-Selbstkontrolle und die Vermittlung von Hilfestellungen z.B. durch Institutionen.

zur INRSwiss Website

 

Dokumente zum Herunterladen

 

Antikoagulationsausweise (PDF)

Kontrollkarte (PDF)

Häufig gestellte Fragen

 

Wie funktioniert die Blutgerinnung?

 

Blutgerinnung ist lebenswichtig, denn ohne sie würde es bei Verletzungen nicht aufhören zu bluten. Das Stocken und Festwerden des eigentlich flüssigen Blutes ist ein komplexer Vorgang, bei dem viele körpereigene Stoffe (z.B. Gerinnungsfaktoren und Blutplättchen) beteiligt sind. Die Blutgerinnung beruht auf folgenden drei Säulen:

  • Im Verletzungsbereich ziehen sich die Gefässwände zusammen.
  • Die Blutplättchen verkleben und bilden einen Blutklumpen, der die Verletzungsstelle abdichtet.
  • In der Leber werden Gerinnungsfaktoren gebildet, die bewirken, dass der Blutkuchen sich verfestigt und nicht weggespült wird.

Bei gesunden Menschen funktioniert die Gerinnung zuverlässig, ohne dass sich gefährliche Gerinnsel im Körper bilden. Mit anderen Worten: Das System ist in Balance.

 

Welche Gerinnungshemmer gibt es?

 

Es gibt verschiedene Gruppen gerinnungshemmender Medikamente, die umgangssprachlich auch Blutverdünner genannt werden. Der medizinische Begriff dafür ist Antikoagulanzien. Werden sie eingenommen, wird die natürliche Gerinnbarkeit des Blutes herabgesetzt, und es dauert länger, bis es gerinnt.
Die Hauptgruppen gerinnungshemmender Substanzen sind:

·         Vitamin-K-Antagonisten, auch Cumarine genannt

·         Heparine

·         Thrombozytenaggregationshemmer

·         DOAK (direkte orale Antikoagulanzien), auch Thrombin-und Faktor-Xa-Hemmer genannt

Für die langfristige oder dauerhafte gerinnungshemmende Therapie kommen Vitamin-K-Antagonisten oder DOAK in Frage. Beide werden in Form von Tabletten eingenommen. Dabei stellen Vitamin-K-Antagonisten (Cumarine) die Therapieform dar, zu der es die meisten Erfahrungen gibt, denn sie werden schon seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Ihr Name leitet sich aus ihrer Wirkweise ab. Sie sind Gegenspieler (Antagonisten) von Vitamin K, das wiederum eine zentrale Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Ein grosser Vorteil dieser Medikamente: Patienten, die mit Vitamin-K-Antagonisten behandelt werden, können im Rahmen der Gerinnungs-Selbstkontrolle die Therapie selbst überwachen. Dass diese engmaschigen Kontrollen der Gerinnungswerte bei den direkten Antikoagulantien (DOAK) entfallen, ist nämlich nicht immer ein Vorteil. Vielen Menschen gibt gerade die regelmässige Messung ihres INR-Wertes ein hohes Mass an Sicherheit.

 

Warum müssen Gerinnungswerte gemessen werden?

 

Bei der Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten muss der Gerinnungswert regelmässig kontrolliert werden, um zu überprüfen, ob die Medikamente richtig dosiert sind. Ist die Dosis zu niedrig, können sich Gerinnsel bilden, ist sie zu hoch, besteht die Gefahr einer Blutung. Wichtig ist, diese beiden Risiken im Gleichgewicht zu halten. Dafür legt der Arzt einen so genannten therapeutischen Bereich fest, in dem sich der Gerinnungswert bewegen sollte.

 

Was bedeuten INR - und Quick-Wert?

 

Der INR-Wert steht für International Normierte Relativzeit. Diese weltweit gängige Einheit gibt an, in welchem Mass die Blutgerinnung verlangsamt ist. Bei einem Patienten mit einem INR-Wert von 2,0 dauert es zweimal so lange bis sein Blut gerinnt – verglichen mit jemandem, der keine Gerinnungshemmer einnimmt und damit einen INR-Wert von 1,0 hat. Auch der Quick-Wert ist eine gängige Einheit, die allerdings zugunsten des INR-Werts an Bedeutung verloren hat. Denn er kann – abhängig von der Testsubstanz, mit der er gemessen wurde – stark schwanken. Der Quick-Wert wird in Prozent angegeben (Normalwert = 70-130 %) und verhält sich gegensätzlich zum INR-Wert. Das heisst, dass ein hoher Quick-Wert mit einem niedrigen INR-Wert gleichzusetzen ist und umgekehrt.

 

Was heisst Therapeutischer Bereich

 

Je nachdem, welche Erkrankung die gerinnungshemmende Therapie erforderlich macht, legt der behandelnde Arzt einen individuellen therapeutischen Bereich fest. Das ist ein Zielbereich, den der INR-Wert nicht unter- oder überschreiten sollte, weil sonst eine Blutung bzw. eine Thrombose droht, die in Folge zu einem Schlaganfall oder einer Lungenembolie führen kann. Bei Vorhofflimmern wird beispielsweise ein INR-Wert von 2,0-3,0 empfohlen. Bei Herzklappenersatz liegt er je nach der Art der Herzklappe und abhängig davon, ob ein regelmässiger Herzschlag vorliegt, zwischen 2,0 und 3,5. Ist eine Thrombose oder Lungenembolie der Grund für die gerinnungshemmende Therapie, liegt der therapeutische Zielbereich üblicherweise bei einem INR von 2,0 bis 3,0.

Wie häufig muss gemessen werden?

Die Überprüfung des INR-Werts geschieht regelmässig in der Hausarztpraxis. Im Rahmen der Gerinnungs-Selbstkontrolle ist eine wöchentliche Messung empfehlenswert. Durch die engmaschigen Kontrollen können Patienten schwankende Gerinnungswerte schnell erkennen und durch die unmittelbare Veränderung der Medikamentendosis wieder in den therapeutischen Bereich bringen. Studien haben gezeigt, dass durch die Gerinnungs-Selbstkontrolle deutlich mehr Werte im therapeutischen Bereich liegen als bei der Kontrolle durch den Hausarzt.

 

Auf was muss ich im Alltag achten?

 

Wenn Sie eine dauerhafte gerinnungshemmende Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten erhalten, sollten Sie im Alltag auf ein paar Dinge achten. Wegen der erhöhten Blutungsneigung gilt es beispielsweise, Verletzungen zu vermeiden. Auch in puncto Ernährung und auf Reisen gibt es Faktoren, die die Gerinnung bzw. die Wirkung der Medikamente beeinflussen können.

A

Antikoagulanzien

Gerinnungshemmende Medikamente

Antikoagulation

Hemmung der Blutgerinnung durch Medikamente

Aspirin®

Handelsname eines Schmerzmittels, das Acetylsalicylsäure (ASS) enthält. Wird auch zur Aktivitätshemmung der Blutplättchen eingesetzt und kann die Blutungsgefahr erhöhen.

 

B

Bioprothese

Herzklappenersatz aus biologischem Material - vom Rind, Schwein oder Menschen.

Blutplättchen

Thrombozyten; Zellen im Blut, die für die Gerinnung wichtig sind. Bilden zusammen mit den Fibrinfäden ein Gerinnsel.

Blutstillung

Reaktion des Körpers nach einer Gefässverletzung, die über eine Vielzahl von Einzelreaktionen wie einer vorübergehenden Gefässverengung und der Bildung eines Blutpfropfs das verletzte Blutgefäss verschliesst: Die Blutung ist dann gestillt.

Blutgerinnung

Koagulation; umfasst die Entstehung eines Blutgerinnsels.

Blutungen

Bei ungewöhnlich starken oder langen Blutungen muss der behandelnde Arzt aufgesucht werden. Dazu gehören: stärkeres Zahnfleischbluten oder eine stärkere und/oder längere Monatsblutung, ungewöhnliche oder häufige blaue Flecken, Nasenbluten, blutiger Urin. Bei "Kaffeesatz"-Erbrechen und schwarzem Stuhl muss sofort ein Arzt gerufen werden.

 

C

CoaguChek® XS Gerinnungs-Monitor

Messgerät zur Selbstkontrolle der Gerinnung

 

D

Doppelflügelprothese

Moderner Typ einer künstlichen Herzklappe, z.B. die St.Jude-Medical- Prothese® (SJM).

Dosisänderungen

Eine Anpassung der Antikoagulanzien-Dosis sollte nur in kleinen Schritten erfolgen.

 

E

Einnahmefehler

Vergessen der Tabletten oder ein Verwechseln der Tablettenanzahl, die eingenommen werden sollte.

Entsorgung

Die verbrauchten Materialien können mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Embolus

Blutgerinnsel, das sich gelöst hat, frei in den Gefässen schwimmt und ein Gefäss verstopft.

 

F

Fibrin

Eiweissstoff, der als Fibrinfaden wesentlicher Teil eines Gerinnsels ist.

 

G

Gerinnungsfaktoren

In der Leber gebildete Eiweissstoffe, die nach Aktivierung die Bildung eines Gerinnsels bewirken. An der Blutgerinnung (Koagulation) sind bis zu 30 verschiedene Gerinnungsfaktoren beteiligt, die in einer Kettenreaktion nacheinander aktiviert werden. Am Ende dieser Gerinnungskaskade wird lösliches Fibrin in seine unlösliche Form umgewandelt.

Gerinnungshemmer

Antikoagulanzien, gerinnungshemmende Medikamente

Gerinnungsmonitor

Gerät zum Messen der Blutgerinnung, z.B. CoaguChek® XS

Gerinnungszeit

Zeitspanne vom Beginn einer Blutung bis zum Wundverschluss durch ein Gerinnsel

 

H

Halbwertszeit

Hier: biologische Halbwertszeit. Diese Zeit benötigt der Körper, um die Hälfte der Substanzmenge eines eingenommenen Medikaments wieder auszuscheiden.

Herzklappe

Wirkt am Herzen wie ein Ventil und ermöglicht einen gerichteten Blutstrom im Körper. Es gibt eine Pulmonalklappe, eine Trikuspidalklappe, eine Mitralklappe und die Aortenklappe.

Herzklappenprothese

Klappenersatz aus künstlichem oder biologischem Material

 

I

INR

International Normalized Ratio; von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Ergebniseinheit, zur Bestimmung der Blutgerinnung. Einer normalen Gerinnung entspricht INR = 1; INR = 2 bedeutet eine zweifach verlängerte Gerinnungszeit.

 

ISI

Internationaler Sensitivitätsindex, der die Empfindlichkeit eines Reagenzes erfasst. Ermöglicht rechnerisch den Vergleich von unterschiedlichen Thromboplastin-Reagenzien.

Interaktion

Wechselwirkung von verschiedenen Substanzen, z. B. Medikamenten

 

K

Kapillarblut

Blut aus den kleinsten Blutgefässen im Körpergewebe, kann den Ohrläppchen oder der Fingerkuppe entnommen werden.

Kippscheibenprothese

Künstliche Herzklappe mit einem Ventildeckel (Kippscheibe); Beispiele: Björk-Shiley®-,

Medtronic-Hall®-Klappenprothese

Koagulation

Gerinnung

Koagulometer

Messgerät zum Bestimmen der Gerinnung

Kontrollfrequenz

Eine Überprüfung der Gerinnung sollte einmal pro Woche durchgeführt werden, öfter z. B. bei einer Medikamentenumstellung.

Kumarine

Wirkstoffe aus Pflanzen wie Süssklee oder Waldmeister mit unterschiedlicher Wirkung

Kumarinderivate

Vom Kumarin abgeleitete Wirkstoffe, die zur Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt werden.

Kugel-Käfig-Prothese

Erste serienmässig hergestellte künstliche Herzklappe; z.B. Starr-Edwards®-Prothese

 

N

Nebenwirkung

Unerwünschte Wirkung eines Medikaments

 

O

Oral

Durch den Mund eingenommen, z. B. Tabletten oder Tropfen

Orale Antikoagulation

Gerinnungshemmende Therapie mit Tabletten

 

P

 

Prothrombinzeit

Andere Bezeichnung für Thromboplastinzeit

 

Q

Quick-Wert

Angabe zum Ausmass der Gerinnbarkeit des Blutes in %

 

R

Ratio

Rate der Gerinnung, gibt das Verhältnis der veränderten zur normalen Gerinnungszeit an.

 

S

Schlagader

Arterie; Blutgefäss, das Blut vom Herzen zu den Geweben transportiert.

 

T

Therapeutischer Bereich

Komplikationsarmer Bereich einer Therapie mit oralen Antikoagulanzien, geringes Risiko für eine Blutung oder Gerinnselbildung. Wird vom Arzt individuell festgelegt.

Thromboplastin

Körpereigener Stoff, der die Blutgerinnung auslöst. Wird auch für den Quick-Test bzw. zur Bestimmung der INR benutzt.

Thromboplastinzeit

Gemessene Zeit bei der Gerinnungskontrolle von der Zugabe des Thromboplastins bis zur Bildung eines Gerinnsels.

Thrombose

Störung der Fliessfähigkeit des Blutes in einem Blutgefäss; ausgelöst durch einen Thrombus (Gerinnsel).

Thrombozyten

Blutplättchen; Zellen im Blut, die für die Gerinnung wichtig sind. Bilden zusammen mit den Fibrinfäden ein Gerinnsel.

Thrombus

Blutgerinnsel, Mehrzahl: Thromben

TPZ

Thromboplastinzeit

 

V

Vene

Blutgefäss, das sauerstoffarmes Blut zum Herzen zurückführt.

Venenblut

Aus einer Vene entnommenes Blut, z.B. aus der Vene in der Armbeuge

Vitamin

Vitalstoff, den der Körper für verschiedenste Stoffwechselvorgänge benötigt. Essentielle Vitamine - fettlöslich oder wasserlöslich - kann der Körper nicht herstellen, weshalb diese mit der Nahrung zugeführt werden müssen.

Vitamin K

Lebenswichtiger Vitalstoff, den die Leber zur Synthese der Gerinnungsfaktoren benötigt. Vitamin K wird u. a. von den Darmbakterien gebildet und ist z. B. in Gemüse enthalten.

 

W

Wochendosis

Summe der pro Woche einzunehmenden Tabletten

Auch mit Gerinnungshemmer brauchen Sie auf gutes Essen nicht zu verzichten

 

 

Vitamin K - Welchen Einfluss hat es?

 

Immer wieder stellen sich Patienten die Frage, ob sie ihre Vitamin K-Zufuhr mit dem Essen einschränken sollten. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass Vitamin K am Prozess der Blutgerinnung beteiligt ist. Es stellt damit eine Art Gegenspieler der Gerinnungshemmer aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten dar und kann ihre Wirkung abschwächen. Daher riet man lange den betreffenden Patienten, Lebensmittel mit hohem Vitamin K-Gehalt (vorwiegend Obst und Gemüse) zu meiden. Dieses strenge Verbot gilt mittlerweile als überholt. Vielmehr raten Experten zu einer ausgewogenen Kost. Das heißt, dass Obst und Gemüse auf den täglichen Speiseplan gehören und lediglich eine extrem hohe Aufnahme von Vitamin K vermieden werden sollte.

 

Herzgesundes Essen – Was heisst das?

 

Einer der größten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall sind tierische Fette, die sich vorwiegend in Fleisch und Milchprodukten befinden. Diese enthalten ungesättigte Fettsäuren, die für die Gefäßverkalkung verantwortlich gemacht werden. Herzgesundes Essen heisst daher: Pflanzliche Öle statt tierische Fette verwenden und eher sparsam mit Fleisch- und Milchprodukten umgehen. Herzgesund heißt auch, regelmäßig Obst und Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse zu essen – auch hier gilt ein gesundes Maß und Ausgewogenheit.

 

Alkohol und Zigaretten – Wie gefährlich sind sie?

 

Alkohol kann die Blutgerinnung fördern, doch ist es wie beim gesunden Menschen auch für Menschen mit gerinnungshemmender Therapie immer eine Frage der Menge. Außerdem reagiert jeder Körper anders auf die Zufuhr von Alkohol. Was zudem für einen bewussten Umgang spricht: Mit steigendem Alkoholpegel im Blut erhöht sich die Verletzungsgefahr, was gerade für Menschen mit Gerinnungshemmung nicht unbedenklich ist.

 

Rauchen kann die Blutgerinnungsneigung erhöhen und sollte dringend unterlassen werden. Außerdem schadet es in einem hohen Maß dem Herz-Kreislauf-System, was insbesondere für Herzpatienten gefährlich ist. Denn wenn beispielsweise nach einem gelungenen Herzklappenersatz eine zweite Herzerkrankung (z.B. koronare Herzerkrankung oder Herzinfarkt) hinzukommt, erhöhen sich die Risiken für Komplikationen für die Betroffenen erheblich.

 

Auch mit Gerinnungshemmer können Sie Ihren Urlaub in vollen Zügen geniessen

 

 

Reisen & Blutgerinnung – auf was Sie achten sollten

 

Auf Reisen ist vieles anders: das Klima, das Essen und die Tagesabläufe. All dies kann einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben. Da aber jeder Körper individuell auf Veränderungen reagiert, lassen sich hier keine festen Regeln aufstellen. Das Schöne am Gerinnungs-Selbstmanagement ist, dass Sie überall und jederzeit Ihren INR-Wert messen können und auf diese Weise selbst herausfinden, ob sich unterwegs etwas verändert hat.

 

Reisegepäck – was muss rein?

 

Der Inhalt Ihres Koffers ist natürlich abhängig vom Reiseland und den geplanten Aktivitäten. Bei Ihrem Handgepäck sollten Sie sich jedoch fragen, was Sie dringend am Urlaubsort benötigen, sollte Ihr Koffer auf einer Flugreise einmal verloren gehen. Das könnte sein:

 

·         Ihre Medikamente in ausreichender Menge

 

·         Ihre Versichertenkarte

 

·         Ihren Gerinnungsausweis

 

·         Und falls Sie Gerinnungs-Selbstmanager sind, natürlich Ihr Messgerät sowie ausreichend Teststreifen. Damit es diesbezüglich keine Probleme beim Zoll gibt, raten wir Ihnen, eine Zollerklärung mitzunehmen. Diese erhalten Sie bei unserem Customer Service Center von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0800 80 66 80 oder service.rotkreuz@roche.com

 

Reiseprophylaxe – was ist zu beachten?

 

Für manche Länder werden Impfungen bzw. eine besondere medikamentöse Prophylaxe (z. B. Malariaprophylaxe) empfohlen. Da einige dieser Medikamente einen Einfluss auf die Blutgerinnung haben bzw. die Wirkung der Gerinnungshemmer beeinflussen können, sollten Sie sich dazu mit Ihrem Hausarzt austauschen.

 

Gerinnungs-Selbstmanagement - Selbst messen und Reisen

 

 

Wie die Gerinnungswerte bestimmt werden, kann von Land zu Land sehr unterschiedlich sein. So gibt es Reiseländer, wo die Messungen in Laboren durchgeführt werden. In anderen Ländern passiert dies ausschliesslich in Krankenhäusern. Auch können sich Bezeichnungen (INR- oder Quick-Wert) von Land zu Land unterscheiden. Das macht deutlich, dass gerade auf Reisen das Gerinnungs-Selbstmanagement klare Vorteile bietet. Egal in welchem Winkel der Welt Sie sich befinden: Als Gerinnungs-Selbstmanager ist eine INR-Kontrolle jederzeit möglich, und Sie können Ihren Urlaub unbeschwert geniessen.

 

Auch mit Gerinnungshemmer brauchen Sie auf Bewegung und Sport nicht zu verzichten

 

Sport & Blutverdünnung – Passt das zusammen?

 

Die Antwort lautet ja, denn Bewegung hat unzählige positive Einflüsse auf den Organismus. Für Menschen mit einer gerinnungshemmenden Therapie gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten: Wegen der erhöhten Blutungsneigung sollten Sie Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko meiden.

 

Richtig trainieren – mit Herzerkrankungen

 

Auch bei Herzerkrankungen, beispielsweise nach einem Infarkt, ist Sport nicht nur möglich, sondern sogar wichtig. Herzpatienten sollten jedoch generell auf Sportarten mit starken Belastungsschwankungen verzichten. Das gilt zum Beispiel für viele Ballsportarten, die den Pulsschlag sehr abrupt ansteigen lassen. Am besten treten Sie einer Herzsportgruppe bei, denn dort sorgen speziell geschulte Trainer für das richtige Mass. Sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an, er kann Ihnen sicherlich eine Herzsportgruppe in Ihrer Nähe nennen.

 

Gesundes Training – In vier Schritten

 

Das Grundprinzip: Langsam beginnen und massvoll steigern. Sehen Sie hier, wie das geht.

 

Gerinnungs-Selbstmanagement - Selbst messen und Sport

 

Ob Sport einen direkten Einfluss auf die Gerinnungshemmung hat, ist nicht klar erwiesen. Sicher ist: Bewegung stärkt Herz und Kreislauf, fördert die Versorgung des Organismus mit Sauerstoff und macht gute Laune. Wichtig: Sie sollten sich dabei sicher fühlen. Das Gerinnungs-Selbstmanagement kann Sie dabei unterstützen, herauszufinden, wie der eigene Körper auf Sport reagiert.

Abbreviations

INR: International Normalized Ratio

PT: Prothrombin time

  1. Coumadin® (warfarin sodium) package insert revised October 2011
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