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Für Sie gelesen: Mehr Effizienz und Präzision bei der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge

Veröffentlicht am February 13, 2026 | 3 Min. Lesezeit
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Weniger unnötige Eingriffe, gezieltere Diagnostik: Eine zytologische Doppelfärbung auf die Biomarker p16 und Ki-67 könnte das Screening auf Gebärmutterhalskrebs deutlich effizienter machen und viele vermeidbare Kolposkopien reduzieren. Wann die Abklärung auf molekulare Transformation als Erweiterung des aktuellen Krebsfrüherkennungsprogramms empfohlen wird und welches Potenzial sie für Patientinnen birgt, das erfahren Sie in einer Sonderpublikation von Kongress aktuell (09/2025). Wir haben die wichtigsten Aussagen hier zusammengefasst:

Neue Wege in der Früherkennung

Seit 2020 bietet das organisierte Krebsfrüherkennungsprogramm (oKFE-RL) für Frauen ab 35 Jahren eine kombinierte Testung aus HPV-Nachweis und Pap-Abstrich im Drei-Jahres-Turnus an.1 Doch der aktuelle Algorithmus führt häufig zu auffälligen Befunden – ohne klinische Relevanz. Das Problem: Es fehlt an einer effektiven Risikostratifizierung, um zwischen harmlosen und behandlungsbedürftigen HPV-positiven Befunden zu unterscheiden.2

Molekulare Biomarker als Entscheidungshilfe

Hier setzt die p16/Ki-67-Dual-Stain-Zytologie an. Sie erkennt molekulare Umschaltungen innerhalb der HPV-infizierten Zellen.2 Die gleichzeitige Färbung der beiden Marker p16 und Ki-67 weist auf eine aktive, potenziell gefährliche onkogene Transformation hin.

Der Einsatz der p16/Ki-67-Dual-Stain-Zytologie ergänzend zur Ko-Testung ermöglicht damit die Unterscheidung von Frauen mit erhöhtem Risiko von Frauen mit geringerem Risiko. Auf diese Weise können unnötige Kolposkopien reduziert werden (siehe Abbildung 1)

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Abbildung 1: Behandlungswege einer HPV-positiven Patientin unter Einbeziehung der p16/Ki-67-Dual-Stain- Zytologie

Mehr Nutzen, weniger Belastung

Internationale Studien – wie zum Beispiel die IMPACT-Studie mit über 35.000 Frauen – zeigen: Bei HPV-positiven Frauen ist die Dual-Stain-Zytologie sensitiver und präziser als die alleinige Zytologie. Sie könnte fast die Hälfte der derzeit durchgeführten Kolposkopien vermeiden, ohne dabei relevante Vorstufen zu übersehen.2 Auch die WHO empfiehlt mittlerweile den Einsatz dieses Tests zur besseren Abklärung bei HPV-positiven Befunden.3

Autorin

Bild Dr. Elke Matuschek

Dr. Elke Matuschek

Kompass Gesundheitskommunikation

 

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Referenzen
  1. G-BA: Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

  2. Wright TC et al.: Int J Cancer 2022; 150:461–471

  3. WHO (2021). WHO guideline for screening and treatment of cervical pre-cancer lesions for cervical cancer prevention. Online verfügbar unter: https://www.who.int/publications/i/item/9789240030824. Letzter Zugriff: 22.09.2025