Neue Perspektiven in der Pathologie
Genau hinsehen – Unterschiede präzise erkennen
In der Pathologie beginnt diagnostische Klarheit mit dem präzisen Blick auf das Gewebe. Mit der neuen S3-Leitlinie rückt neben der histomorphologischen Beurteilung zunehmend die biologische Klassifikation vulvärer Plattenepithelkarzinome in den Fokus.
Die WHO-Klassifikation unterscheidet HPV-assoziierte und HPV-unabhängige Tumore und schafft damit die Grundlage für eine differenzierte diagnostische Einordnung. Für Patholog:innen bedeutet dies neue Anforderungen an eine standardisierte und reproduzierbare Diagnostik.
Eine präzise Klassifikation unterstützt nicht nur die diagnostische Sicherheit, sondern bildet auch die Basis für interdisziplinäre Therapieentscheidungen.
Die diagnostische Entwicklung auf einen Blick:
- Aktualisierte S3-Leitlinie
- WHO-Klassifikation
- HPV-assoziierte und HPV-unabhängige Tumoren
- Höhere Anforderungen an die diagnostische Einordnung
- Standardisierte Diagnostik gewinnt an Bedeutung
Die unterschiedlichen biologischen Entstehungswege – HPV-assoziiert oder HPV-unabhängig, häufig auf dem Boden eines Lichen sclerosus – stellen neue Anforderungen an die pathologische Diagnostik. Die Pathologie übernimmt damit eine noch zentralere Rolle innerhalb der interdisziplinären Versorgung.
Klarheit macht den Unterschied
Morphologie und Immunhistochemie gemeinsam denken
Die moderne Diagnostik geht heute über die reine morphologische Beurteilung hinaus. Die ergänzende immunhistochemische Untersuchung mit p16 und p53 unterstützt eine differenzierte diagnostische Einordnung entsprechend der aktuellen S3-Leitlinie und WHO-Klassifikation. Sie schafft zusätzliche diagnostische Sicherheit und trägt dazu bei, Befunde reproduzierbar und standardisiert zu erstellen.
Auf dieser Grundlage unterscheidet die WHO-Klassifikation zwischen HPV-assoziierten und HPV-unabhängigen vulvären Plattenepithelkarzinomen. HPV-assoziierte Tumoren zeigen typischerweise eine diffuse p16-Expression, während HPV-unabhängige Tumoren häufig auf dem Boden eines Lichen sclerosus entstehen und durch eine aberrante p53-Expression charakterisiert sein können.
Mit den VENTANA® Immunhistochemie-Assays für anti- p53 unterstützt Roche Pathologielabore dabei, diese diagnostischen Anforderungen zuverlässig, standardisiert und leitliniengerecht in den Laboralltag zu integrieren. Für Forschungsfragestellungen zur Detektion von HPV assoziierten Vulvakarzinomen zeigt sich in Studien der Einsatz wie zB. des CINtec p16 Histology Assays geeignet.1
Moderne Diagnostik bedeutet heute
- Kombination aus Morphologie und Immunhistochemie
- Orientierung an der WHO-Klassifikation
- p16 unterstützt die Einordnung HPV-assoziierter Tumoren
- p53 unterstützt die Einordnung HPV-unabhängiger Tumoren
- Standardisierte und reproduzierbare diagnostische Klassifikation
Diagnostik schafft Orientierung
Standardisierte Prozesse für reproduzierbare Ergebnisse
Eine differenzierte diagnostische Einordnung erfordert standardisierte Prozesse entlang des gesamten pathologischen Workflows. Validierte Immunhistochemie ergänzt die morphologische Beurteilung und trägt dazu bei, Befunde reproduzierbar und leitliniengerecht einzuordnen.
Mit den VENTANA® Immunhistochemie-Assays und automatisierten Färbeplattformen unterstützt Roche Pathologielabore dabei, diagnostische Prozesse zu standardisieren – von der validierten Färbung bis zur reproduzierbaren Befundung. So lassen sich die Anforderungen der aktuellen Leitlinie effizient in den diagnostischen Alltag integrieren.
Expert:innen im Dialog
Augen auf für Expertise aus Klinik und Praxis.
Führende Expert:innen teilen ihre Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen rund um das Vulvakarzinom – von der Früherkennung bis zur interdisziplinären Versorgung.
Gemeinsam für Frauengesundheit
Präzise Befunde schaffen Orientierung für die Versorgung.
Eine leitliniengerechte Versorgung beginnt mit einer präzisen diagnostischen Einordnung. Durch die enge Zusammenarbeit von Pathologie, Gynäkologie und weiteren Fachdisziplinen entstehen fundierte Therapieentscheidungen für jede Patientin.
Als Partner der Pathologie unterstützt Roche Labore dabei, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse in standardisierte diagnostische Prozesse zu überführen – mit innovativen Diagnostiklösungen, VENTANA® Immunhistochemie, wissenschaftlicher Expertise und Medical-Education-Angeboten.
Wissenschaft & Medical Education
Die Diagnostik vulvärer Plattenepithelkarzinome entwickelt sich kontinuierlich weiter. Roche unterstützt Patholog:innen mit aktuellen Leitlinien, wissenschaftlichen Hintergrundinformationen und praxisnahen Fortbildungsangeboten dabei, neue Erkenntnisse sicher in den diagnostischen Alltag zu integrieren.
Darüber hinaus stehen Informationen zu den VENTANA® Immunhistochemie-Assays für CINtec p16 und anti- p53 sowie weiterführende Materialien zur Umsetzung der aktuellen Empfehlungen zur Verfügung.
Quellen
- Silvia de Sanjosé, Laia Alemany, Jaume Ordi, Sara Tous, Maria Alejo, Susan M. Bigby, Elmar Armin Joura, Paula Maldonado, Jan Laco, Ignacio G. Bravo, August Vidal, Núria Guimerà, Paul Cross, Gerard V. Wain, Karl Ulrich Petry, Luciano Mariani, Christine Bergeron, Václav Mandys, Adela Rosa Sica, Ana Félix, Alp Usubutun, Muhieddine Seoud, Gustavo Hernández-Suárez, Andrzej Marcin Nowakowski, Godfrey Wilson, Veronique Dalstein, Monika Hampl, Elena Sachiko Kasamatsu, Luis Estuardo Lombardi, Leopoldo Tinoco, Isabel Alvarado-Cabrero, Myriam Perrotta, Neerja Bhatla, Theodoros Agorastos, Charles F. Lynch, Marc T. Goodman, Hai-Rim Shin, Halina Viarheichyk, Robert Jach, M.O.L. Eugenia Cruz, Julio Velasco, Carla Molina, Jacob Bornstein, Annabelle Ferrera, Efren Javier Domingo, Cheng-Yang Chou, Adekunbiola F. Banjo, Xavier Castellsagué, Michael Pawlita, Belén Lloveras, Wim G.V. Quint, Nubia Muñoz, F. Xavier Bosch, Worldwide human papillomavirus genotype attribution in over 2000 cases of intraepithelial and invasive lesions of the vulva, European Journal of Cancer, Volume 49, Issue 16, 2013, Pages 3450-3461, ISSN 0959-8049, https://doi.org/10.1016/j.ejca.2013.06.033.(https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959804913005285)
Abstract: Background
Human papillomavirus (HPV) contribution in vulvar intraepithelial lesions (VIN) and invasive vulvar cancer (IVC) is not clearly established. This study provides novel data on HPV markers in a large series of VIN and IVC lesions. Methods